überraschungen...

 

 

Die letzten Jahre gab es viele Ereignisse in der Welt,

in Politik, Wirtschaft und Natur, die uns aus 

vertrauten Sicherheiten aufgeweckt und aus dem 

„Nest geworfen“ haben.

 

Vertraute Einstellungen geben einerseits Sicherheit,

hindern uns anderseits auch, die Überraschungen

des Lebens wahrzunehmen.

 

Im Evangelium des Lukas begegnen wir zehn Leuten,

die Jesus um Heilung ihrer Krankheit angefleht hatten.

Er schickte sie dem Gesetz entsprechend zur religiösen

Gesundheitsbehörde. Unterwegs bemerkten sie die

Wirkung der heilenden Zuwendung. Einer machte jedoch

kehrt. Ihm war es wichtiger, seinen Dank auszudrücken

als die Gesundschreibung zu bekommen.

 

Diesem eröffnete Jesus „Dein Vertrauen hat dich gerettet!“

 

Inmitten der Erschütterungen der Welt und des eigenen Lebens

führt Dankbarkeit zum „Vertrauen ins Leben“. In ihm wirkt

das Göttliche.

 

Mögen wir lernen, dankbar zu bleiben und die leisen Überraschungen des Lebens zu sehen.

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra.

in den Trümmern ...

 

 

In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg gab es etliche literarische Werke, die auf die schwierige Lage der Leute aufmerksam machten.

Wolfgang Borchert schuf 1947 das Hörspiel „Draußen vor der Tür“.

Ins Wort gebracht wurden die Kriegsschäden, der Alltag in den zerstörten Städten, menschliche Probleme der Kriegsheimkehrer, sowie Armut und Hunger.

 

Diese Art Literatur wurde als „Trümmerliteratur“ bezeichnet.

Ein Stück „Trümmerliteratur“ finden wir im Evangelium des Lukas: Jesus hält den Pharisäern als Spiegel die Geschichte von Lazarus und dem reichen Mann vor.

 

„Draußen vor der Tür“ ereignen sich aktuell viele „Trümmergeschichten“:

Die Hungernöte in den Ländern des Südens,

die Ausbeutung von Menschen als billige Arbeitskräfte,

die Umweltkatastrophen und Überschwemmungen,

gerade eben in Pakistan.

 

Sie sind für uns ein Spiegel und Apell,

auf die Nöte zu achten, zu helfen und zu teilen.

Denn den Lazarus/ die Lazara „draußen vor der Tür“ gibt es

auch bei uns!

 

Mögen wir erkennen, was wir „...in der Spur des Evangeliums“ bewirken können.

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra.

Hintergrundmusik Reichtum...

 

Ukrainekrieg ohne Aussicht auf baldige Befriedung.

Große Energieversorger vermehren ihre finanziellen Einnahmen.

Wirtschaft sorgt sich um Energie und befürchtet Stagnation.

Finanzminister versuchen die Inflation einzubremsen.

Sozialeinrichtungen wie die „Tafel“ bekommen weniger Lebensmittel.

 

Als Hintergrundmusik läuft unentwegt das Streben nach Reichtum.

 

Das Evangelium schaut immer wieder auf den Umgang mit Reichtum:
Jesus spricht vom „ungerechten Mammon“, nämlich vom Reichtum, der unmoralisch erworben wird, besser bekannt als „Korruption“.

 

Nicht allein die Großkonzerne häufen ungerechten Mammon an.

Immer dort, wo die einen auf Kosten anderer leben und Geld im Spiel ist, wuchert der Mammon. 

 

Nicht „Reichtum an sich“ ist gefährlich für das Leben, sondern der verweigerte Ausgleich.

 

Obwohl es zurzeit schick wirkt, über die Lage der Welt zu jammern, können wir uns selbst die Frage nicht ersparen:

„Sorge ich mit meinem persönlichen (äußeren und inneren) Reichtum für Ausgleich in der Gesellschaft?“

 

In der Spur des Evangeliums verbunden

Albert und Petra.

verlieren und suchen...

Flusslauf

 

 

„Alles verloren – und doch ein Held“

 

So würdigte die Wochenzeitung DIE FURCHE Michail Gorbatschow, den letzten Präsidenten der Sowjetunion.

 

Die Geschichte der Welt und Ereignisse der Gegenwart könnten auch aus dem Blickwinkel „Verlust“ betrachtet werden:

 

Die Wirtschaft muss mit Gewinnverlusten zurechtkommen;

die Verteuerung des täglichen Lebens bringt Verluste

des persönlichen Lebensstils mit sich.

Die Kirchen verlieren Mitglieder und das Vertrauen

vieler Mitarbeiter:innen. 

 

Verluste können allerdings auch Veränderungen anstoßen:


Die abgedrehte Gaslieferung aus Russland bewirkt ein Umdenken 
im Westen und macht erfinderisch, neue Formen der Energieversorgung zu schaffen.

 

Jesus wählt im Evangelium Verlustgeschichten, um „Reich Gottes“ zu erklären:

 

Der Hirte, der nach einem verlorenen Schaf sucht und die Frau, die wegen einer einzigen Drachme das ganze Haus auf den Kopf stellt, regen an, Verlorenes zu suchen und das Finden zu feiern.

 

Verluste ereignen sich manchmal auch in unserem Inneren:
Vertrauen, Respekt, Lebensfreude, Verbunden-sein, Liebe können 
verloren gehen. Sie wiederzufinden ist anstrengend und verlangt große Ausdauer.

 

Mögen wir lernen, das Verlorene zu suchen und uns darüber zu freuen!

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra.