fragen können

Warum? Wozu? Wie kommt es?

Wann? Wer? Was? Wo?

Wie lange noch?

 

Fragen gehören zum Leben.

Fragen stellen verlangt manchmal Mut.

Fragen können verbinden

und einander auf einen Weg des Suchens 

und Nachdenkens führen.

Fragen an uns können uns verunsichern

und „in-Frage-stellen“.

 

Im Evangelium tauchen Fragen auf,

die „unterbrechen“.

 

Thomas und Judas unterbrechen die 

Abschiedsrede nach dem Paschamahl:

Sie möchten Jesus verstehen.

Wohin gehst du?

Warum offenbarst du dich nur uns?

 

Mögen wir lernen, Fragen zu stellen und

scheinbar Selbstverständliches zu unterbrechen.

 

In der Spur des Evangeliums sind wir damit in guter Gesellschaft!

 

Mit dir unterwegs Albert und Petra.

bedrohlich...

 

 

Szene 1

Ein Fest im kleinen Kreis. Gutes Essen. Es wird von Urlaub und von Reisen erzählt. Dann plötzlich kommt die Rede auf die aktuelle Weltlage. Die heitere Stimmung wechselt. In der Fachsprache sprechen wir von einem veränderten morphogenetischen Feld.

Szene 2

Seit dem 24. Februar 2022 beobachten wir einen morphogentischen Wandel in der Welt. Politik und Wirtschaft fürchten sich vor den kommenden Auswirkungen des Krieges,den Wladimir Putin vom Zaun gebrochen hat. Viele erleben sich wie von einer übermächtigen Spinne bedroht.

Szene 3

Jesus hält mit seinen Weggefährtt:innen ein Mahl. Zuvor hatte er ihnen die Füße gewaschen. Plötzlich steht einer auf und verlässt die Gemeinschaft. Er geht in die Nacht hinaus. Seine Gedanken sind schon längere Zeit dunkel. Er konnte Jesus nicht vertrauen. Judas will den Weg der Gewalt gehen. Doch gerade jetzt ereignet sich ein Freiraum für die Botschaft von Jesus. Jetzt kann ER sagen "Ein neues Gebot gebe ich Euch. Liebt einander, wie ich Euch geliebt habe."

Mögen auch wir immer wieder Freiräume finden, das Evangelium zu leben. 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra.

 

dazu gehören

Bibelteilen in Salamis auf Zypern 2022

 

 

Manche Worte begleiten uns viele Jahre oder tauchen ganz plötzlich wieder auf aus dem Herzensordner.

 

Ein solches stammt aus einem Gedicht von David Whyte, bekannt gemacht durch David Steindl – Rast in seinem Buch CREDO.

 

„Es interessiert mich nicht, ob es einen

Gott gibt oder viele Götter.

Ich möchte wissen, ob du

dazugehörst oder dich verlassen fühlst...“

 

Dazu – ge – hören!?

 

Die Erzählungen im Neuen Testament über das Leben

in den ersten christlichen Gemeinschaften zeigen uns,

wie sehr die Jesus-Jünger:innen in ihrer Umwelt einen

Platz suchen mussten, wo sie sich „zu-ge-hörig“ erleben konnten.

 

Paulus und Barnabas wurden von der Synagogengemeinschaft in Pisidien ausgeschlossen. Ähnlich erging es der Gemeinde des Johannes. In diese Verunsicherung hinein erinnert der Evangelist an die Worte von Jesus:


„Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir.

Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen.“

 

Wer auf Jesus hört, ge–hört zu IHM. Die Zu-ge-hörigkeit zu Jesus

und denen, die IHM in der Spur des Evangeliums folgen, lässt sie

nicht zugrunde gehen.

 

Ein besonderes Zeichen von „Zu-ge-hörigkeit“ erlebten wir bei einem Bibelteilen-Treff während des Urlaubs am Meer.

 

Das Evangelium lässt sich auch an weltlichen Orten entdecken.

 

Mögen wir es immer wieder wagen, andere einzuladen, in der Spur des Evangeliums zu gehen.

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra.

feuer...

Osterfeuer in Kufstein Endach, Foto M. Höck

 
 
Feuer, Erfahrungsraum für das GÖTTLICHE!
 
In der Osternacht wurden vor vielen Kirchen und auch auf säkularen Plätzen Feuer entzündet. Leute trafen sich singend, schweigend, wartend, aushaltend, die Gespräche erreichten Tiefe wie sonst selten.
 
Mitten in der Wüste brannte im Dornbusch Feuer. Es lockte Mose an. Staunend sah er, dass der Busch nicht verbrannte. In seinem Inneren breitete sich die Gewissheit aus: Hier ist heiliger Boden. 
 
Ein Kohlenfeuer am Ufer in der Morgendämmerung rief erfolglose Fischer zu sich. Ein Vertrauter und doch Unbekannter riet Ihnen, den Fischfang noch einmal zu wagen. Der Erfolg blieb nicht aus. Ja, sie erkannten im Unbekannten den Auferstandenen.
 
Feuer, Wüste und Ufer: Nicht nur äußere Orte. Vielmehr Herzensorte,  wo uns offenbar wird, wer wir sind und was noch möglich ist im Leben. 
 
Mögen wir immer wieder solche Herzensorte finden!
 
Das wünschen sich und dir Albert und Petra.