Inszenierung

Schwebende Frauen - Gestalten in der Wunderkammer der Kristallwelten 2018.
Phantasievoll gekleidet.

Ausdruck innerer Sehnsucht, sich von der besten Seite präsentieren zu können?
Ahnung möglicher Schönheit?

Wie ich mich im öffentlichen Raum präsentiere ist ein Spiegelbild meiner Seele.
Wenn die Selbstinszenierung Macht über uns gewinnt verlieren wir leicht die innere Bodenhaftung.

Es gilt, die „Unterscheidung“ zwischen Innen und Außen zu üben.
Jesus spricht darüber im Evangelium von „Gebt Acht!“

Dem Verhalten von Schriftgelehrten und Reichen stellt er die Großzügigkeit einer Witwe gegenüber.
Mögen wir uns hüten vor Selbstinszenierung und Publicity-Geilheit!
Mögen wir ein großes Herz bekommen.

Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria.

im lauten das leise hören lernen

Unsere Welt ist laut! Manchmal sehr laut.

Fast rund um die Uhr sind wir unterschiedlichen „Beschallungen“ ausgesetzt.
Mediziner warnen vergeblich vor den Gefahren des Lauten für die Gesundheit.
Gespräche sind bei großen Festen kaum mehr möglich.
 
Das Sterbebild des Theologen Karl Rahner SJ zeigt ihn, wie er seine Hand an das Ohr hält und so die Ohrmuschel vergrößert, um besser hören zu können. Eines seiner frühen Bücher trägt den Titel „Hörer des Wortes“.
 
Der unbekannte Künstler des Kefermarkter Flügelaltars mit der Anbetung der Könige in Bethlehem gestaltete Josef als aufmerksam Hörenden: Sein Zeigefinger weist nach oben, seine Hand ist offen und der Aufschlag seines Umhangs hat die Form eines großen Ohrs.
 
Mögen wir nach innen Hörende werden und die leisen Töne des Göttlichen wahrnehmen.
 
Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria.