...wie ein Lamm

 

 

G. war Mitbewohnerin in einer Einrichtung für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

An einem Sonntagnachmittag besuchte die Gruppe den Film „Bamby“. Daheim fragte ein Mitarbeiter G., was ihr am besten gefallen habe. Und G. sagte begeistert „Das Lämmlein.“

 

Für G. war Bamby ein Lämmlein: Klein, sanft, einfach zum gern-haben. Vielleicht Ausdruck ihrer eigenen Bedürftigkeit als Frau mit einem lebenslangen Handykap.

 

„Seht das Lamm Gottes!“ sagt Johannes der Täufer zu seinen Jüngern. Viel schwingt in diesem Hinweis mit: Der Christus Jesus ist zerbrechlich wie ein Lamm. Der Christus ist wie ein Lamm, das ohne Gegenwehr zum Schlachten geführt wird. Der Christus ist einer, der mit uns verbunden ist in unseren Handykaps.

 

Zwei Jünger des Johannes wollen Jesus näher kennenlernen und gehen ihm nach.

Und die Begegnung wird zu einem Wendepunkt in ihrem Leben.

„Liebe auf den ersten Blick“.

 

Mögen auch wir dem Christus Jesus nachgehen und ihm nahekommen.

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra Maria.

auf-gerissener himmel

 

 

"Ein Riss geht durch die Gesellschaft!"

So beschreiben etliche politische Beobachter den Zustand der USA, ausgelöst durch die Ära Trump. "Risse" in der Gesellschaft werden auch durch die anhaltende Corona-Pandemie sichtbar.

In der Geschichte Europas gab es einen 30 Jahre dauernden "Riss", dem Unzählige zum Opfer fielen. In dieser Zeit entstand im Herzen von Friedrich Spee 1622 ein Ermutigungswort, das bis heute im Advent gesungen wird.

"O Heiland reiß die Himmel auf ... reiß ab vom Himmel Tor und Tür, reiß ab, wo Schloss und Riegel für ... hier leiden wir die größte Not, vor Augen steht der ewig Tod. Ach komm, führ uns mit starker Hand, vom Elend zu dem Vaterland."

Das Evangelium des Markus erzählt die Erfahrung der Taufe von Jesus mit "Sofort, als Jesus aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel aufriss."

Mit Jesus wird der Himmel auf-gerissen. Doch zuvor ist er ganz und gar, mit Haut und Haar, eingetaucht in das Wasser des Irdischen.

Eintauchen ins Irdische - das ist für jeden/jede der Weg, um schließlich und immer wieder auf-zutauchen und den "aufgerissenen Himmel des Göttlichen" zu schauen.

Mögen wir den Weg des Eintauchens ins irdisch-Alltägliche wagen und manchmal den "offenen Himmel in uns" spüren.

Das wünschen sich und dir Albert und Petra Maria.