Wer schlecht sieht nimmt die Welt verschwommen wahr.
Klare Sicht kann die Schönheit der Schöpfung entdecken
und die Seele wird dadurch hell.
 
Im Evangelium begegnet Jesus einem Mann, der von Geburt an blind ist.
Die JüngerInnen fragen nach dem Grund - „Warum“ - der Blindheit.
Für Jesus ist der blinde Mann der Ort, an dem sich Gottes Herrlichkeit zeigen kann.
Für Jesus gibt es inmitten der Misere ein „Wozu“.
 
Der Tiefenblick des Johannesevangeliums eröffnet zudem: 
Es gibt jenseits der körperlichen Blindheit eine Herzensblindheit. 
An dieser können auch jene erkranken, die mit den Augen alles sehen.
 
Möge die Begegnung mit Christus unseren Herzensaugen Klarheit und Kraft geben.
 
Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria

ich und du

Wer bin ich?
Wer bist du?
 
Mein Selbstbild ist oft verschwommen.
Ebenso das Bild anderer.
 
Martin Buber hat erkannt: Der Mensch wird am DU zum ICH.
Menschwerdung und Selbsterkenntnis ereignen sich im Verbunden-sein.
 
Jesus erfährt das in der Begegnung mit einer Frau mitten im Alltag bei einem Gespräch am Brunnen.
Die Frau hilft ihm, sein innerstes Wesen zu erkennen.
Er hilft der Frau, sich selbst in die Augen zu schauen
und wahrhaftig zu leben.
 
Mögen uns Begegnungen widerfahren
die uns helfen, unser innerstes Wesen zu erkennen.
 
Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria.