wege der wandlung

Was hat Gaietano Donizettis Oper „Anna Bulena“ mit Pfingsten zu tun?

Unlängst war dieses dramatische Musikwerk in ORF III mit großartigen Sängerinnen und Sängern zu sehen und zu hören.

Es geht in dieser Oper um die existentiellen Erfahrungen von Liebe, Ablehnung, Betrug, Enttäuschung, Unrecht, Verurteilung und Tod.

Einige Streiflichter in den Arien der Anna Bulena sind

„O Gott, du siehst in mein Herz. Verdiene ich das alles?“ 

An ihre sie schwer enttäuschende Freundin Seymur gerichtet:

„Gott strafe sie! Ihr möge es wie mir ergehen. Hinweg!“

 

Je näher die Hinrichtung rückt und das Unrecht vollendet wird ereignet sich ein Wandel bei Anna:

„Geh du Unglückliche! Bolena verzeiht dir. Jetzt bitte ich Gott um Gnade für dich. Ich fordere keine Rache. Ins offene Grab will ich im Verzeihen steigen.“

Anna verkörpert den inneren und äußeren Weg von Verzweiflung, Enttäuschung, Verfluchen, Ablehnung bis hin zu Bedauern, Verzicht auf Rache und gipfelt im Verzeihen.

Die Begegnung des Auferstandenen mit den JüngerInnen in Joh 20, 19 – 23 nimmt ähnliche Erfahrungen in den Blick.

Die Verwandlung von Angst hin zum Frieden wird möglich durch Gottes Geistkraft. Das letzte Geschenk des Geistes ist die Bereitschaft zu vergeben.

 

Mögen wir uns getragen von Gottes Geistkraft auf Wege der Verwandlung einlassen.

Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria.

welt - Gott - wir

Eine Bibel in Zeitungspapier gewickelt.

Was haben beide miteinander zu tun?

 

Die Zeitung – ein Dokument über das aktuelle Zeit-Geschehen, Sorgen und Hoffnungen der Menschen von heute.

Die Bibel – Dokument des Glaubens vieler Generationen; unzählige Male übersetzt; Orientierungshilfe auf dem Weg zu einem guten Leben.

 

Das Zweite Vatikanische Konzil war überzeugt:

>Gott spricht zu uns durch das Wort der Heiligen Schrift und durch die „Zeichen der Zeit“<. 

Deshalb sind wir als ChristInnen gut beraten, beide zu Rate zu ziehen – die Zeitung und die Bibel. So kann es gelingen, die Welt im Licht des Evangeliums zu verstehen und zu verändern. Nicht von heute auf morgen, aber im Bund mit anderen Schritt für Schritt.

 

Mögen wir ein Ohr am Puls der Zeit haben und das andere an der Bibel.

Diesen Weg gehen gerne mit dir Albert und Petra Maria.