Weitblick

Blick vom Nößlachjoch zur Nordkette - Foto Albert Pichler

Manche Herbsttage schenken uns weite Sicht.
 
Papst Franziskus sagte unlängst „Wer glaubt ist weitsichtig. Er/sie hat Horizonte, weil keine Mauer ihm/ihr die Sicht versperrt. Er/sie ist weitsichtig, weil er/sie über das Schlechte und die Probleme hinauszusehen versteht. Gleichzeitig sieht ein Gläubiger aber auch gut auf kurze Distanz, weil er dem Nächsten gegenüber aufmerksam ist.“
 
Weitsicht und Nahsicht - Gaben des Glaubens.
 
Jesus ist überzeugt: 
Wenn der Glaube auch nur wie ein winziges Senfkorn ist kann er Großes bewirken.
Und wir sind es einander schuldig unsere Begabungen und Charismen einsetzen.
 
Manchmal ist auch unser Glauben-können eine Begabung, die wir anderen schulden. 
 
Mögen wir erkennen, was wir einander schuldig sind.
 
Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria.

unüberwindbar?

Gebirgstäler sind oft tiefe Schluchten.
Manche sind unüberbrückbar.

Das Leben, Beziehungen, politische Ereignisse, geschichtliche Entwicklungen gleichen mitunter einer unüberwindbaren Schlucht.

Jesus weist in der Erzählung "Vom Reichen und dem Armen“ auf eine mögliche Schlucht, die nach dem Sterben nicht mehr überbrückt werden kann.

Wo die Einsicht in persönliche Verantwortung, das Eingeständnis von persönlicher Schuld und der Mut „Es tut mir leid!“ zu sagen nicht da sind entsteht das, was mit „Hölle“ gemeint ist.

„Hölle“ kann sich zwischen Einzelnen und zwischen Völkern auftun.

Mögen wir lernen Verantwortung wahrzunehmen, persönliche Schuld einzugestehen und um Vergebung zu bitten.

Mobile

Kunstinstallation Höhenrausch 2016 in Linz - Foto Albert Pichler

Unser Leben, wirtschaftliche Unternehmen, Börsen, Banken, politische Systeme - wie ein großes Mobile!
Alles hängt irgendwie zusammen.
Alles hängt an einem seidenen Faden.
Alles ist ein Hochrisikounternehmen.

Wenn ein Faden durchtrennt wird fällt alles zu Boden und in sich zusammen.

Das Evangelium spricht vom Mammon: Gemeint ist das, worauf wir uns oft verlassen. Geld, Besitz, Wissen, Titel. "Anhaftung" nennt es das buddhistische Denken.


Jesus warnt, man könne nicht gleichzeitig Gott vertrauen und an den Mammon sein Herz hängen.

Der Rat von Jesus: Macht Euch Freunde mit dem Mammon. Hängt euer Herz nicht an ihn.

Mögen wir frei werden, mit unserem persönlichen Mammon großzügig Gutes zu tun und unser Herz an Gott zu hängen.