was ist gerecht?

Was ist gerecht?

 
Der Fußballer Neymar wurde um 220 Millionen Euro von PSG gekauft.
Sein Netto-Jahresgehalt wird mit 30 Millionen angegeben.
Das ergibt ein Monatsgehalt von 2.465.753 €.
 
Wieviel braucht jemand, um das Notwendige fürs Leben zur Verfügung zu haben?
 
In der Debatte um die Bedarfsorientierte Mindestsicherung veröffentlichte eine österreichische Tageszeitung
für Tirol einen Betrag von ca. 800 € pro Monat.
 
Was ist gerecht?
 
Im Evangelium wird uns im Gleichnis vom gerechten Weinbergbesitzer ein Modell gerechter Bezahlung vor Augen gestellt.
Zur Zeit von Jesus bekam ein Tagelöhner 1 Denar. Das entspricht in unserer Wirtschaftssituation 35 - 40 €.
Das Modell spricht auch von Arbeitsvereinbarung und von einem großzügigen Besitzer, der dafür sorgt, dass der tägliche
Unterhalt garantiert ist.
 
Das bringt auch die Bitte im Vaterunser zum Ausdruck „Gib uns heute das Brot, das wir zum Leben brauchen.“
 
Wodurch kann die Welt gerechter werden?
 
Wenn es zunehmend mehr Menschen gibt, die das „tägliche Brot“ erarbeiten können und/oder von Wohlhabenderen geteilt bekommen.
 
Mögen wir mitwirken an gerechteren Strukturen. Auch in der Wahrnehmung unseres Wahlrechts.
 
Das wünschen sich und Euch Albert und Petra.

gefangen oder heil

Kunstobjekt Nürnberg 2015

Mitunter sagen Leute „Vergessen kann ich schon, verzeihen nicht!“

Kann man vergessen ohne zu verzeihen?
Muss ich zuerst verzeihen um zu vergessen?
Muss mann überhaupt vergessen können?
 
Eine Kollegin begleitet einige Schutzsuchende aus dem Bürgerkriegsgebiet Syriens.
Sie stellt fest, dass  Gewalt und Verletzungen, die sie dort erlebt haben, immer noch da sind.
Ja sie sorgt sich, dass diese Kräfte wie ein Pulverfass in den Schutzsuchenden ausbrechen könnten.
 
Wie können Verletzungen heilen?
Wie werden Opfer frei, den Tätern zu verzeihen?
 
Das Evangelium spricht von der lebenslangen Aufgabe des Verzeihens.
Wie oft?
7 mal? 
7x70 mal. Und dann? 
 
Wer verzeihen lernt gelangt aus der lebenslangen und lebensgefährlichen Opferrolle.
Der Weg dorthin verlangt viel Geduld und kundige Begleiter/Begleiterinnen.
 
Eine große Aufgabe für die Seelsorge!
 
Das meinen Albert und Petra Maria.