über-leben-lernen

 

 

Die vor kurzer Zeit erblühten Blumen kommen durch den nochmaligen Schneefall in Bedrängnis: Sie müssen viel Energie mobilisieren, um „über-leben“ zu können.

Ebenso bangen die Obstbauern/Obstbäuerinnen um die Fruchtstände ihrer Bäume.

 

„Über-leben“ lernen musste auch die Jesus-Jünger*Innen-Gemeinschaft.

Sie fand den Weg über die Erinnerung.

Erinnerungen an Begegnungen mit IHM, die sie einander erzählten, gaben ihnen die Gewissheit, dass ER mitten unter ihnen bleibt.

 

„Erinnerung und Dankbarkeit“ erkannte Hannah Arenth „lindert die Todesfurcht.“

Sie hatte dies über viele schwierige Lebensphasen hin erfahren und gelebt.

 

Wie kann das „Christentum überleben?“

 

Indem wir einander von unseren Erfahrungen – Freude, Hoffnung, Sorgen und Nöten – erzählen und uns gegenseitig teilhaben lassen an unserer Christus-Verbundenheit.

 

Mögen wir in der Spur des Evangeliums immer wieder unsere „Über-lebens-Energie“ stärken können.

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra Maria.

wunden berühren

 

 

Wenn es Kommentator*Innen in den Medien gelingt, Probleme in Politik und Gesellschaft auf den Punkt zu bringen, dann wird das oft mit „den Finger in die Wunde legen“ bezeichnet.

 

Aus eigener Erfahrung wissen wohl die meisten, dass man/frau sich nicht gerne an einer Wunde berühren lässt: Das gilt für körperliche Verletzungsspuren und besonders für die Wunden der Seele.

 

Jemanden an die eigene Wunde heranlassen setzt Vertrauen voraus.

Umgekehrt Respekt und Achtsamkeit beim Berühren.

 

Nach der Osterereignissen in Jerusalem waren die Jünger*Innen verwirrt, aufgebracht, wütend und verzweifelt. Denn „alles“ war ihnen genommen.

Das Evangelium des Johannes erinnert an die Begegnung zwischen Thomas und dem Auferstandenen. Der fordert den Jünger auf, seine „Hand in die Herzwunde zu legen“.

Jesus lässt Thomas bis an sein „verletztes Herz“ heran!

 

Das „Leben ist voller Verwundungen“.

Sie zu berühren ist ein Weg der Heilung.

Sie zu zeigen und uns berühren zu lassen kann zum Frieden führen.

Mögen wir einander mit Respekt und Achtsamkeit angesichts unserer Lebensverwundungen begegnen.

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra Maria.

am anfang entsetzen?

Deckenfresko in der Karlskirche Wien - Foto Albert Pichler

 

 

Überwältigend ist das „Halleluja“ aus Georg Friedrich Händels „Messias“.

Ähnlich das „Exultate Jubilate Halleluja“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Viele verbinden damit Ostern.

 

Unzählige Künstler*Innen – Musiker, Maler, Sängerinnen – wurden von der Osterbotschaft der Evangelien inspiriert.

 

Jubel und Freude stehen fast selbstverständlich für Ostern.

 

Doch da gibt es Markus:

Die letzten Zeilen seines Evangeliums bilden einen fast schockierenden Kontrast zur

musikalischen und künstlerischen Wirkungsgeschichte des Osterglaubens.

 

„Die Frauen Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus und Salome verließen das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemanden etwas davon; denn sie fürchteten sich.“

 

Am Anfang von Ostern Schrecken und Entsetzen!?

Unglaublich!

 

Es dauerte offensichtlich einige Zeit,

bis Ostern zur Botschaft der Befreiung und der Ermutigung zum Leben wurde.

 

Vielleicht ist das öfters so, dass wir durch Schrecken und Entsetzen hindurchmüssen,

um dem Leben wieder trauen zu können.

 

Möge uns die Osterbotschaft stärken, dem Leben zu trauen.

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra Maria.

 

gewaltlos mächtig

Palmsonntag 2008 in Jerusalem

 

 

Jedes Wochenende Demonstrationen auf den Straßen.

Viele machen ihren Ängsten und ihrem Frust Luft.

Die einen engagieren sich für Zusammenhalt und Klimaschutz.

Andere schreien gegen Politiker*Innen.

 

Der Palmsonntag war nach den Erzählungen der Evangelisten auch ein Demonstrationstag.

Für viele ist Jesus Hoffnungsträger.

Er bündelt in seiner Botschaft die Sehnsucht nach Frieden.

Äußere Machtstrukturen sind ihm fremd:

Nicht hoch zu Ross zeigt er sich.

Ohne Steigbügel und Sattel kommt er auf einem Esel

in die Stadt.

 

Die Leute rufen Hosanna – Rette uns!

 

Vielleicht ist der Ruf „Rette uns!“ die verbindende Kraft zwischen heute und damals.

 

Mögen wir füreinander „Lebensretter*Innen“ sein und miteinander durch diese schwere Zeit hindurchgehen!

Hindurchgehen musste auch Jesus durch die schwere Zeit.

 

In seiner Spur möchten auch wir - Albert und Petra Maria – mit dir weitergehen!