Picknick am See

Bis heute wird den Pilgern am See von Tiberias ein Fisch angepriesen, der an den Apostel Petrus erinnert.

An einem Morgen gelang den Jünger ein großartiger Fischfang. Damals „dämmerte“ ihnen wieder einmal, dass Jesus trotz seines Sterbens am Kreuz unter ihnen lebt. Mitten in ihren alltäglichen Tätigkeiten spüren sie seine Nähe.


„Gotteserfahrungen“, wie sie biblisch bezeugt werden, ereignen sich mitten im Alltag oder an den Übergängen und an den Rändern. Wer aufmerksam und achtsam lebt gewinnt einen
Tiefenblick hinter das Vordergründige. Wie ein Licht leuchtet dann etwas auf, womit wir nicht rechnen.

Es muss nicht ein übermäßiger Fischfang sein. Es kann auch bei einem Picknick geschehen, dass uns wie den Jüngern am Ufer des Sees von Tiberias oder im Gasthaus von Emmaus  die Augen des Herzens ausgehen und wir erkennen was uns auch ohne unsere Leistung geschenkt wird.

Mögen wir offen sein für die Lichtmomente im Alltag.


Das wünschen sich und Euch Albert und Petra.

leibhaft in Beziehung treten

Die Kunstgeschichte kennt viele Darstellungen des verwundeten Christus. Sie waren auch als Spiegel gedacht, in denen Leute sich im eigenen Schmerz erkennen und annehmen konnten.

Die Motive des Thomas, der seine Hand in die offene Seitenwunde des auferstandenen Christus legt oder die Herz-Jesu-Bilder seien als Beispiele erwähnt. Es geht nicht um naturalistische Darstellungen. Vielmehr um die Einladung mit Christus in Beziehung zu treten und IHN zu berühren.

Eine persönliche Übung kann sein: Ein Herz-Jesu-Bild betrachten oder eine Kreuzskulptur mit der Hand berühren. Eben den Weg vom äußeren Sehen zum inneren Berühren und Berührt-werden erproben.

Das war der Weg des Thomas in der Jüngergemeinschaft.

Und wer berührt ist kann unmöglich schweigen von dem, was er/sie gesehen und gespürt hat. Und so mögen auch wir wie Thomas bekennen können „Mein HERR und mein GOTT!“.


Mit Euch auf dem Weg des Suchens, Fragens und des Glaubens
Albert und Petra Maria.