augenblicke des mittendrin

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Es gibt Augenblicke, in denen uns etwas ungeplant aufgeht

und dem Leben eine neue Richtung gibt.

 

Wir erleben uns „angesprochen“ und „ergriffen“:

Beim Lesen eines Buches, beim Hören eines Musikstücks,

beim Betrachten eines Bildes oder einer Skulptur.

 

Da sind wir  mittendrin im Text, in der Klangwelt,

in einem Bild.

 

Ähnliches erzählt das Evangelium des Lukas über Jesus:

Vom Vorlesen aus der Schriftrolle des Jesaja beim

Sabbatgottesdienst wird ihm klar

„Heute hat sich das erfüllt, was ich eben gelesen habe.“

 

Jesus erkennt, wozu er von G’tt berufen und gesandt ist.

 

In der Tiroler Umgangssprache gibt es die Aussage:
„Der/die ist >dianstla> oder >nutz<.“

 

Mögen wir wie Jesus erkennen, wozu wir „nützlich sein können“!

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra.

 

Bild aus dem Buch "emotionen - kreativ umgesetzt von hans-peter gruber" mit freundlicher Genehmigung von atelieroblanko.com

die Stunde...

 

 

Manchmal trennt ein markantes Ereignis

das Leben in „davor und danach“.

Was davor war erscheint in neuem Licht

und was danach kommt wird davon mitbestimmt.

 

Ein Unfall, ein Sterbefall, eine Krankheit,

eine Begegnung, eine Erkenntnis 

können zu einer „Lebens-wende“ werden.

 

Dann sagen wir etwa:


„Es ist nichts mehr, wie es war,

und über dem, was kommen wird, 

hängen Sorgenwolken .“

 

 

Der Evangelist Johannes wählt in seiner theologisch-poetischen Sprache dafür die Bezeichnung „die Stunde“. Immer wenn es um Neues geht, kommt „die Stunde“ ins Spiel. 

 

Die bedeutendste „Stunde“ ist für das Evangelium „die Leidens- und Auferweckungserfahrung Jesu“.

 

Davon ausgehend erzählt das Evangelium die Geschichte von Jesus.

An diesem Sonntag von der Hochzeit in Kana. Schon da scheint die „göttliche Herrlichkeit durch“ und seine Weggefährt:innen finden Vertrauen zu IHM.

 

Möge es gelingen, die „besonderen Stunden im eigenen Leben“ zu achten.

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra.

offene luke...

Fotokreation Albert Pichler

 

 

Eine sternenklare Nacht wie an Silvester ist etwas Besonderes.

Wir bekommen beim „Hinauf-schauen“ eine Ahnung von der Weite des Universums.

Und wenn es gelingt, einfach da-zu-sein ohne eigene Geschäftigkeit ,vielleicht auch von der Unfassbarkeit des Göttlichen.

 

Niklaus Brantschen SJ bündelt seine Erfahrung des Betens so:


„Beten hält die Luke unseres Lebensschiffes offen, 

damit wir die Sterne sehen und atmen können.“

 

Das Evangelium zur Taufe Jesu zeigt uns, dass sich

für Jesus der Himmel öffnet „während er betet“.

 

Beim Beten - verstanden als da-sein, verweilen, schweigen, leer

sein wie offene Hände - kann im aktuell Gegebenen der „Himmel“, das „Göttliche“„durch-scheinen“. 

 

Mögen wir uns wie Jesus immer wieder die Zeit nehmen zu beten.

Möge uns das Beten den Blick zu den Sternen freigeben und uns „auf-atmen“ lassen.

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra.

behaust...

Dieter Franck in Zeichen aus dem Nichts

 

 

Anfang des Jahres 2022.

Für die Zahl 2022 ergibt die kabbalistische Weisheitslehre 3 Mal den Buchstaben „beth“.

„beth“ steht für „Haus“.

Das Jahr 2022 könnte ein Jahr der Behausung werden.

 

Behausung brauchen wir innen und außen.

Im Bild zur Zahl 2 hat Dieter Franck ein Fenster mit vier Ausblicken gemalt.

 

Sie könnten uns sagen:

 

Wir brauchen einen Ort, wo wir eintreten können.

Wir leben von Liebe und Zärtlichkeit.

Wir brauchen den guten und wohlwollenden Blick.

Wir brauchen die Möglichkeit zu reifen.

 

Zwei besondere Texte mit „IM ANFANG“ hat uns die Bibel geschenkt.

„Im Anfang schuf G’tt Himmel und Erde.“ in Gen 1, 1.

„Im Anfang war der Logos/die Sophia.“ in Joh 1, 1.

 

Seit etlichen Jahren wünschen wir uns oft nach jüdischer Tradition beim Übergang zum Neujahr „guten Rutsch“, hergeleitet von „Gutes zum Rosch ha shanna“.

 

Möge das Jahr 2022 ein Jahr innerer und äußerer Behausung werden!

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra.