der verspottete König...

Foto Albert Pichler 2013

In einem Vorort von Chartres schuf der Maler Gabriel Loire 1955 Glasfenster für die Kirche.

Finanziert wurde seine Arbeit durch ehemalige deutsche Soldaten, die in diesem Ort gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Bewohner:innen getötet hatten.

So wurde die Kirche ein Zeichen der Bitte um Vergebung und der Übernahme von Verantwortung.

 

Im Evangelium begegnen wir einem Verbrecher, der mit Jesus gekreuzigt wurde.

Er ringt sich durch, seine Schuld auszusprechen und Christus zu vertrauen.

Auf seine Bitte „Denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.“ darf er spüren: 

„Jetzt bist du schon dort bei mir.“

Oder wie anderswo „Dein Vertrauen hat dich gerettet!“

 

Das Christkönigsfest kann eine Ermutigung sein, Unrecht zu erkennen und Verantwortung zu übernehmen. 

Wie der Verbrecher damals und die

deutschen Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

Das Christkönigsfest zeigt auch, was denen zuteilwird, die dem Christus vertrauen.

 

Mögen wir leben, was wir feiern!

Das wünschen sich und dir Albert und Petra.

 

Zukunft?

Während der letzten zwei Wochen brachten verschiedene Medien Dokumentationen über die Zeit der Machtergreifung der Nazis in Deutschland und Österreich. 

Dabei taucht auch die Frage auf, ob wir heute solchen Vorgängen Widerstand leisten könnten. 

Oder die Erkenntnis, dass sich Unmenschlichkeit und Verbrechen in der Geschichte wiederholen.  

Auch im Hinblick auf die Zukunft. 

 

Daher erheben wache Zeitgenoss:innen ihre prophetische Stimme und mahnen zur Wachsamkeit.

   

In den Evangelien treffen wir oft auf Texte, die aus der Erfahrung der Vergangenheit auf die Zukunft schauen: Man nennt dies Apokalypse. 

 

Im Evangelium dieses Sonntags lässt der Evangelist Lukas Jesus als Apokalyptiker auftreten: 

Er mahnt zur Wachsamkeit und gibt Hoffnung für schwere Zeiten. 

Wir sollen uns von Schreckensnachrichten nicht in die Irre führen lassen. 

Und wer standhaft bleibt im Vertrauen auf Gott/Jesus wird Leben gewinnen. 

    

Mögen wir gut darauf achten, wem wir vertrauen!

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra. 

 

leben im wandel...

 

 

Vor einigen Tagen – dank des goldenen Herbstes – brachte eine

Freundin einen bunten Wiesenblumenstrauß.

Erstaunlich, wie ausdauernd die Natur ist!

Beides ist gleichzeitig sichtbar: Blühen und Vergehen.

 

In diesen Tagen besuchen viele Leute die Gräber und

Gedenkstätten ihrer Verstorbenen: 

Da werden Erinnerungen wach und Fragen sind da wie: 

Wo sind unsere Verstorbenen?

Wie sind wir weiterhin mit ihnen verbunden?

Was hat es mit der Auferstehung auf sich?

 

Im Evangelium treffen wir auf Leute, die nicht an die Auferstehung und das Weiterleben nach dem Tod glauben.

Jesus versucht ihnen zu erklären, dass Auferstehung kein Hirngespinst ist. Für ihn bleiben alle auch nach dem Sterben lebendig, weil Gott ein Gott der Lebenden und nicht der Toten ist.

 

Und wir?

 

Was lässt uns/mich hoffen, wenn die Hülle des Leibes vergeht? 

Glauben wir an das bleibende Verbunden-sein und das unzerstörbare göttliche Leben in uns über den Tod hinaus?

 

Verbunden mit dir in der Hoffnung und „...in der Spur des Evangeliums“

Albert und Petra.