19. Jun, 2020

du bist viel mehr wert ...

 

Bibel am Telefon vom 16.06.2020 mit Maria, Gabi, Maria P., Klara, Sabine und Petra

Evangelium des Matthäus 10,26 – 33

 

Verhüllen – Enthüllen – Licht/Dunkel – Flüstern – Bekennen – Verleugnen

Diese sechs Worte stehen uns zur Verfügung. Wir suchen uns eines davon aus, spüren ihm in unserem Körper nach und entdecken, welche Empfindungen dieses Wort in uns auslöst.

Verhüllen:

Ein leuchtend bunter, zarter, schützender Umhang, die Schultern bedeckend, sich schließend und öffnend

Geborgen in weißen, vom Wind flatternden, hauchdünnen Tüchern, wie ein kleiner Tempel, ein Himmelbett

Flüstern: die Stimme ist leise, versagt, die Sprachlosigkeit steckt im Hals

Enthüllen: 

Ein intensives Bauchgefühl in Lila, stark spürbar, wenn man etwas festhalten will

Im Beckenbereich entfaltet sich eine wunderschöne Mohnblume; ihre roten, weichen und zarten Blütenblätter geben die schwarze Mitte mit den vielen Stempeln frei und sprechen von Fruchtbarkeit

Bekennen: Zur eigenen Identität, zur eigenen Stimme erzeugt ein strahlendes Licht in der Körpermitte, gibt Halt, Stärke und Leichtigkeit

Das ist uns beim Hören des Evangeliums aufgegangen:

  • Es ist erleichternd zu wissen, dass alles irgendwann einmal ans Licht kommt.
  • Auch wenn etwas verheimlicht wird (vgl. Mauscheleien in der Politik), muss man damit rechnen, dass es einmal aufkommt.
  • Manches wird aus Angst und Scham verhüllt und versteckt. Wenn Verborgenes sich enthüllt, bzw. enthüllen darf, kann dies sehr erleichternd und befreiend sein.
  • Es ist eine sehr schöne Erfahrung, wenn sich etwas lichtet (in uns, in unserer Wahrnehmung des anderen, in unserer Gottesbeziehung)
  • Es ist unglaublich tröstlich zu wissen, dass wir von Gott bis ins Kleinste (die Haare am Kopf) geliebt werden. Gott kennt meine innerste Wirklichkeit.
  • Seele und Körper sind in Gefahr zu verderben, wenn ich mich ausbeute und missachte, wenn ich mir selbst verweigere, was ich zum Leben brauche
  • Fürchte dich nicht vor denen, die den Leib töten, fürchte dich nicht vor dem Tod – was bedeutet dies für eine Gesellschaft, in der der Tod das Schlimmste ist?
  • Wer verleugnet, spürt es und weiß es, steht aber nach außen hin nicht dazu
  • Wie bekenne ich mich zu Gott, zu Jesus? In dem, wie ich lebe. Lebe ich in seinem Namen – liebend zueinander, zu mir, zu meinem Gott?
  • Gott nimmt meine Willensentscheidung ernst, auch mein Nicht zu ihm Stehen, mein Verleugnen.

Sabine Antonitsch