12. Jun, 2020

nahes Himmelreich

Bibel am Telefon vom 09.06.2020 mit Maria, Gabi, Albert, Eva, Sabine und Petra

Evangelium des Matthäus 9, 35 – 10,8

Wir beginnen mit den Wölfen in der aktuellen Berichterstattung und tauschen uns aus: 

Wölfe reißen Schafe und Ziegen

Der Wolf im Märchen  - Rotkäppchen, der Wolf und die sieben Geißlein

Wölfe als reißende Bestien im Blutrausch

Wölfe, die kein artgerechtes Revier mehr haben und dem Menschen in die Quere kommen

Der Wolf von Gubbio – vom hl. Franziskus gezähmt

Der Wolf im Schafspelz

Der Wolf als Symbol für Gefahr und Bedrohung, der kollektive Ängste versinnbildlicht 

Das klassische Bild von Täter und Opfer - der bedrohliche Wolf und die ihm ausgelieferten Schafe

Nicht nur im Außen, sondern auch in meinem Inneren gibt es diese bedrohliche, gewalttätige Energie

Versuchen wir, damit umzugehen, den inneren Wolf zu zähmen

 

Die Menschen zur Zeit Jesu - „geschunden, verletzt, zerfleischt und am Boden liegend“, schutzlos ausgeliefert wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und die Menschen heute? Erschöpft durch Burnout bei uns,  der Profitgier ausgeliefert und geschunden in den Ländern des Südens. 

 

Jesus wandert von Dorf zu Dorf. Er geht in alle Dörfer, er geht an die Ränder  und sieht die furchtbare Situation, er hat Mitleid – eigentlich heißt es: „es drehte ihm die Eingeweide um“ und er heilt.

Es gibt so viel zu tun und so wenige, die sich für eine Änderung der Strukturen, für eine gerechtere Welt einsetzen. Es braucht Arbeiter für das Himmelreich.

 

Seine Jünger und Jüngerinnen (die Zahl 12 steht für die Stämme Israels und das gesamte Volk) bekommen den Auftrag und auch die Vollmacht zu tun, was Jesus selbst getan hat: zu heilen.

Jesus ermutigt seine JüngerInnen und er traut es ihnen zu. Das Himmelreich ist nahe, wenn wir heilend und heilsam unterwegs sind. Wenn Ausgegrenzte wieder in der Gemeinschaft sind, wenn Kranke sich trotz körperlicher Leiden als heil erleben können, dann ereignet sich ein Stück Himmel(reich) im Jetzt und Hier.

 

Umsonst habt ihr empfangen, meint eigentlich: Ihr habt ein Geschenk empfangen  - ohne Bedingungen und so gebt ihr es auch weiter – bedingungslos und durchlässig für die Liebe Gottes. Dann geht der Himmel über allen auf.

Sabine Antonitsch