4. Jun, 2020

Jerusalemer Nachtgespräch

Bibel am Telefon mit Maria, Albert, Gabi, Irmi, Ingrid, Anita, Anni, Albert, Maria und Petra 

am 2. Juni 2020

Wir beginnen mit Erinnerungen an eigene Nachtgespräche – aufwachen in der Nacht und über eine irritierende Begegnung nachdenken – mit mir selber Zwiesprache halten, einen Brief schrieben, blitzartige Einfälle in der Nacht oder in der Nacht wach werden und Selbstgespräche führen über das eigene Leben, Träume vom Fliegen und der ungeheuren Freiheit, die berühmten Jerusalemer Nachtgespräche, oder nach einem vollen Tag kommt so manches in der Nacht – beschäftigt mich – so manches klärt sich, so manches kann ich am nächsten Tag in Angriff nehmen. Abendgesprächen mit Freunden ungestört ohne Zeitdruck, die Stimmung ist anders, in der Nacht sind tiefere Gespräche möglich.

Wir hören den Text aus verschiedenen Positionen: Nikodemus, die Frau des Nikodemus und aus der eigenen Position 

Erkenntnisse und Entdeckungen

Die Begegnung mit Jesus muss für Nikodemus sehr eindrücklich gewesen sein. 

Die Absicht Gottes, dass wir ein ewiges Leben haben, dass nichts zugrunde gehen muss, stimmt mich zuversichtlich – Vertrauen ist Leben.

Die Aussagen Jesu geben mir Kraft und Hoffnung: Es geht nicht um Leistung und Gebote, sondern es kommt auf mein Vertrauen an – in der Sprache des Evangeliums auf meinen Glauben auf meine Gottesbeziehung.

Jesus hat eine innere Autorität – er beeindruckt

Eine Spannung zwischen Zusage und Bedingung, ja Warnung. 

Ein Evangelium kann nicht alle Fragen beantworten!

Die Zusage : damit die Welt durch ihn gerettet wird – manchmal Zweifel ob nicht andere Mächte die die Oberhand bekommen  – die Erkenntnis, dass jeder und jede von uns durch seinen Glauben, durch ihr Vertrauen durch das persönliche Leben das Wohlwollen das Lebensförderliche in die Welt bringen kann.

Der biblische Text ist wie eine Heckenrose – manche Blüten sind noch zu, manche schon geöffnet und wunderschön und Stacheln hat sie auch...

So wenig Text und so viel drinnen – erstaunlich!

 

Petra M. Unterberger