27. Mai, 2020

verstehen - begeisterung - offenheit - pfingsten

Bibel am Telefon vom 19.05.2020 mit Maria Pl., Maria P., Gabi, Albert, Sabine und Petra

Apostelgeschichte 2, 1 – 13

 

Eingeladen von Petra kreisen unsere Gedanken um die fünf Worte 

Mir gehearn zam - plötzlich – i versteh di - Orkan – Feuer

und wir erzählen, was wir damit verbinden

 

Der Orkan: ein schrecklicher Sturm – umgestürzte Bäume, eine Urgewalt, ruft Erschrecken und Angst hervor, man wird so richtig durchgeblasen

I versteh di: verstanden zu werden und zu verstehen  - ein Urbedürfnis von uns Menschen - die Mauer des Unverständnisses tut weh -                                                                                

eine kostbare Erfahrung – ohne Worte verstanden zu werden

Mir gehearn zam: gibt Schutz und Zugehörigkeit, Sicherheit und Verantwortung, ist manchmal auch beengend

Dann hören wir den Text

Da sitzen alle im Schutz der Gemeinschaft beisammen und plötzlich bricht der Sturm los, die Urgewalten von Wind und Feuer fahren hinein in diese Schicksalsgemeinschaft. 

Beides ist da - Bedrohendes und Befreiendes und wie es erlebt wird, hängt von uns ab.

Es geht um ein tiefes Verstehen

Die Urgewalt, das Getöse hat alle erreicht und plötzlich gibt es da ein Verstehen. 

Ein inneres Verstehen, eine andere Ebene des Verstehens - über die Augen, mit dem Herzen.

Es ist nicht mehr so wichtig, einzelne Worte richtig zu verstehen, es geht um den Esprit, den Geist dahinter.

 

Bewegung und Begeisterung

Vielleicht bringen die Urgewalten von Sturm und Feuer etwas in Bewegung, erfassen die Gemeinschaft mit ihrer Kraft und bringen eine Begeisterung hervor, die spürbar wird.

Wenn ich begeistert bin, dann spürt man mein inneres Feuer.

 

Begeisterung braucht Offenheit

Manche spotten über so viel Begeisterung, machen sie lächerlich und werten sie ab.

Begeisterung braucht die Offenheit, etwas stehen zu lassen, auch, wenn ich es nicht verstehe, wenn es mich irritiert. Es zuzulassen und herauszulassen.

Wie gehe ich mit Begeisterung  - mit solchen Gipfelerfahrungen um? Haben sie eine Wertschätzung, einen Platz in meinem Leben oder werte ich sie ab?

Diese Gipfelerfahrungen dürfen auch ein Ameisenhügel sein, nicht immer nur der Mount Everest.

 

Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gottes Geistkraft weht, wo sie will und uns segnet.

 

Text von Sabine Antonitsch

Foto Marjana Vidovic