12. Mai, 2020

groß und tief wie ein See ... die Liebe

Bibel am Telefon vom 12.05.2020 mit Gabi, Albert, Sabine, Maria, Maria Pl. und Petra

Die Abschiedsrede Jesu in Johannes 14, 15-21 richtet sich nach seinem Tod und seiner Auferstehung an die urchristlichen Gemeinden und möchte Antwort geben auf ihre brennenden Fragen:

Wie ist Jesus jetzt (als Auferstandener) erfahrbar? 

Wie ist jetzt eine Beziehung zu ihm möglich?

Wie kann man am besten in seinem Geist leben? 

 

Abschiede

Abschiede schmerzen und machen traurig.

Nicht immer können wir bewusst Abschied nehmen, vielleicht weil wir nicht darauf vorbereitet sind oder gar nichts davon gewusst haben oder nicht anwesend sein konnten. 

 

Abschiednehmen

Manchmal können wird Abschiede gestalten und bewusst erleben.

Wir können das Zeitliche segnen.

Zum letzten Mal gemeinsame Erinnerungen aufleben lassen.

Den Liebsten sagen, wie gern wir sie haben und auch, worauf sie schauen sollen.

In Frieden gehen.

 

Jesu Abschied

Jesus nimmt Abschied von seinen Herzensfreunden – den Männern und Frauen, die ihm folgen. Er tröstet sie und spricht von der innigen Verbundenheit zwischen Gott und ihm und ihnen. 

 

Jesu Zusage

Jesus sagt: Wer liebt, erfüllt die Gebote – wer aus ganzem Herzen lieben kann, hat die Gebote schon erfüllt. Und er verspricht als bleibenden Beistand den Geist der Wahrheit. Vielleicht kann man darunter eine Kraft verstehen, die uns hilft, ein gutes Leben für alle zu gestalten; den Geist der unverfälschten Liebe. Wir alle haben Jesu Zusage, dass der Geist der Wahrheit und die Liebe in uns sind, weil Gott uns liebt. Manchmal vergessen wir darauf und fühlen uns ungeliebt – von uns selbst und von den anderen. Und deshalb brauchen wir immer wieder Beziehungen und Begegnungen, die uns gut tun und uns nicht vergessen lassen, dass wir zutiefst geliebt sind - von Gott.

 

Gottes Liebe - groß und tief wie ein See

Die Liebe Gottes ist uns zugesagt  - und der Geist der Wahrheit. Sie sind in uns drinnen, wie ein großer unerschöpflicher See, und in der Tiefe der Liebe ruht der Geist der Wahrheit. Wir können aus unserem Inneren schöpfen und großzügig sein, diese Liebe wird nie versiegen, denn es ist so viel da. Und immer, wenn wir aus dem See schöpfen, dann ereignet sich Gott in uns und wir uns in Gott. 

Sabine Antonitsch