6. Mai, 2020

Ermutigung...

Johannes 14,1-12 gehört zu den Abschiedsreden Jesu, der Text ist nachösterlich geprägt, d.h. nicht nur vom Kreuz, sondern vor allem von der Erfahrung der Auferstehung her. Im Johannesevangelium hat dieser Text seinen Platz vor der Leidensgeschichte und ist ein Ermutigungstext für die junge christliche Kirche.

 

Lasst euch nicht verwirren  

Manchmal gibt es schwierige Situation in unserem Leben, in denen alles auf uns einzustürzen droht. Und manchmal können wir diese Situationen nicht abwenden, sondern müssen durch sie hindurch. Und manchmal spüren wir gerade in solchen Momenten eine innere Ruhe und Stärke, die uns  erstaunt. 

Gemeinschaft mit Gott – unser Zuhause

Jesus spricht von einem Platz, der er für uns bereitet hat. Seine Jünger und auch wir wissen nicht, wo sich dieser Platz genau befindet. Aber wir können spüren, es ist ein Ort der Hoffnung, wie eine Wohnung, wie ein Zuhause.  Ein Platz, an dem ich alles habe, was ich brauche. 

Ich bin der Weg

Die Jünger sind mit Jesus unterwegs und erfahren in seinem Leben, in seinen Worten und Taten die Gegenwart Gottes. Doch dann führt der Weg Jesu über das Kreuz– muss das so sein? 

Glauben und Vertrauen

Jesus sagt: „Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen. Und er wird noch größere vollbringen.“ Das ist eine unvorstellbare Zusage. Wie kann man zu so einem starken Glauben kommen? Und woher kann man so viel Vertrauen nehmen? 

Vertrauen ist mehr als ein Gefühl und manchmal auch eine beinharte Herausforderung. Es ist in erster Linie eine Entscheidung, eine Grundhaltung und ein ganzheitlicher Prozess. Ich muss mich immer wieder entscheiden - Vertrauen oder Misstrauen? 

Wenn ich mich entscheide zu vertrauen, setzt das in mir und in meiner Umgebung ungeahnte Kräfte frei.

 

Jede*r aus der Gruppe ist eingeladen, die Worte des Evangeliums in einem einzigen Wort zu verdichten und diesem Wort im eigenen Körper nachzuspüren.

Staunen – Licht – Vertrauen - Aufgehen

Sabine Antonitsch