Da bin ich ganz Ohr!

22. Okt, 2020

In dieser Woche gab es 4 "Bibel am Telefon - Treffen" zu Mt 22, 34 - 40.

Einige Entdeckungen:

Mt 22, 37 könnte wie ein Passwort im Denken und im Herzen gespeichert werden.

Das Wesentliche ist einfach.

Gefahr, das Einfache zu verkomplizieren.

 

tiefe seelische Verletzungen können uns behindern, zu lieben...

Manchmal gelingt es, aus der "Spirale der Gewalt" auszusteigen.

 

"Wenn i mi selber mag kann i a die anderen annehmen!"

Es gibt offensichtlich mehr Leute, die innerlich mit GOTT* verbunden leben, als sich äußerlich vermuten lässt. 

 

Was ist das Wichtigste das um und auf in meinem Leben – oft bin ich zerrissen von dem Vielen – die Meditation ist eine gute Methode mich immer wieder zu zentrieren – brings auf den Punkt

Wohnraum schaffen für eine junge Familie – die Gespräche in der Bank schockieren – so große Summen sind für eine junge Familie nicht aufbringbar.

Das Wichtigste auf der Welt ist nicht das Geld – auch wenn es manchmal so scheint

 

Die Liebe zum Nächsten, die Selbstliebe und die Gottesliebe

Herz, Seele und Verstand

Drei die Zahl der Fülle – der Ganzheit 

Zusammenkommen jetzt in der Coronazeit oft vermisst – zusammenkommen um miteinander zu reden – mit welchen Vorzeichen bin ich da – die Pharisäer wollen auf die Probe stellen – möge es gelingen im Wohlwollen – in der Liebe zu bleiben

 

 

Anni, Petra, Albert, Maria, Anita, Eva, Anny,

Brigitte, Klara,  Margit, Waltraud, Elisabeth,

Ingrid,  Maria, Karolina

14. Okt, 2020

Evangelium des Matthäus 22, 15 - 22

Meister, wir wissen, 

dass du die Wahrheit sagst... 

und wahrhaftig den Weg Gottes lehrst... 

und auf niemanden Rücksicht nimmst, denn du siehst nicht auf die Person.

 

Jesus? Wie geht es dir bei dieser Ansage? Was denkst du? Wie fühlst du dich?

Ganz trau ich ihnen nicht...was wird noch kommen? Vorsicht! Zuerst freudig überrascht und dann die Frage „Was steckt dahinter?“

17 Sag uns also: 

Was meinst du?
Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? 

18 Jesus aber erkannte ihre böse Absicht und sagte: Ihr Heuchler,
warum versucht ihr mich? 

19 Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt! Da hielten sie ihm einen Denár hin. 

20 Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? 

21 Sie antworteten ihm: Des Kaisers. 

Darauf sagte er zu ihnen:
So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!

Jesus, ein Meister der Deeskalation! „Eine verflixte Geschichte!“

Wie könnte dieser Satz in unsere Zeit „über-setzt“ werden?

Trennung von Kirche und Staat. Akzeptanz der staatlichen Gesetze. Wahrung der Menschenrechte als klare Richtlinie notwendig. Suche nach einem gerechten Steuersystem als politische Aufgabe. Daher die Partei wählen, die sich für gerechten Ausgleich engagiert. 

Wem gehört was?

 

Wer ist in unserer Lebenswelt „Kaiser“?

Wirtschaftskonzerne ... Firmen, die „ungerechte Strukturen schaffen und durch Gewinnmaximierung ungerechte Löhne zahlen bzw. ArbeiterInnen entlassen (z. B. Swarowski u. a.)

 

Was gehört GOTT*?

Gott gehört alles, was dem Leben dient. 

Daraus ergibt sich: Liebe zu den Nächsten. Die Werke der Barmherzigkeit.

Wir sind grundsätzlich „Gott zugehörig“... Kinder Gottes („GOTT ist bei uns dahoam!“ und das bliblische Bild „eingeschrieben in GOTTes Hand) ... an uns liegt es diese „Zugehörigkeit“ in freier Entscheidung anzunehmen 

22 Als sie das hörten, staunten sie, ließen Jesus stehen und gingen weg.

Jesus: Wie geht es dir jetzt? 

In der Tennissprache ausgedrückt: Jesus hat den Boten der Pharisäer und Herodianer „ein As geschlagen“, doch das Spiel ist noch nicht zu Ende!

 

Ingrid, Anni, Anita, Eva, Anny und Albert

9. Okt, 2020

Als wegen Corona ein Zusammenkommen nicht mehr möglich war, rief Petra "Bibel am Telefon" ins Leben. Seit März 2020 haben an die 50 Frauen in jeweils kleinen Gruppen zu 6 Personen mitgeredet und zugehört. Wer auch mitmachen möchte kann Petra anrufen unter 0676/6003883

9. Okt, 2020

Mt 22,1 -14: Eingeladen 

Bibel am Telefon mit Ingrid, Anita, Maria, Gabi, Albert, Petra, Marlene, Cäcilia und Sabine 

Folgende Begriffe stimmen uns auf die Bibelstelle ein und eröffnen den Raum für unsere Erfahrungen:

Gast sein – eingeladen sein

Berufen, gerufen sein

A scheans Gwand anhaben

Stumm bleiben beim Angesprochen sein

 

Der Gedanke eingeladen zu sein, spricht an: Wir kennen die Freude über eine Einladung, wenn sie uns etwas bedeutet, die Vorfreude und die Überlegungen dazu: Wie kommen wir hin? Was bringen wir mit? Was ziehe ich an? Wen werde ich dort kennenlernen oder wiedersehen?

Aber es gibt auch Einladungen, die man gerne ausschlagen möchte. Wenn man keine Beziehung zu den dort anwesenden Menschen hat, wenn es nur darum geht, die Etikette zu erfüllen oder man sich fehl am Platz erlebt, dann werden solche Einladungen oft als anstrengend und unangenehm erlebt 

Berufen und gerufen zu sein: Manchmal ist es sehr anstrengend, immer verantwortlich zu sein, bzw. sich verantwortlich zu fühlen. Es tut gut, sich nicht immer als berufen zu erleben und sich auch Zeiten der Ruhe und Entspannung (Auszeiten) zu ermöglichen. Eine Religionslehrerin erinnert sich an den Beginn ihrer Ausbildung.

 

A scheans Gwand anziehen: Schöne Schuhe wollen getragen werden, es hat keinen Sinn, alles nur für einen ganz besonderen Augenblick im Kasten zu vergraben. Sich für jemanden schön anziehen - eine schöne Kleidung, ein schönes Äußeres bei einem festlichen Anlass verstehen sich als ein Zeichen der Wertschätzung. In einer eintönigen, sterilen Umgebung können sie als besondere Bereicherung, als ein „Augenschmaus“ erlebt werden. Sonntagskleid oder Anzug heben den Tag gegenüber den Werktagen hervor.

 

Stumm bleiben beim Angesprochen werden: Macht nervös und irritiert (War ich zu leise? Habe ich mich schlecht ausgedrückt? Kann mich der andere vielleicht nicht verstehen? Bin ich ihm/ihr unsympathisch?) Ich komme nicht an mit meinem Versuch Beziehung zu leben. Wenn man stumm bleibt, weil man den anderen bewusst abblitzen lässt, verweigert man jegliche Kommunikation und Beziehung. Kann auch Ausdruck von Scham sein.

 

Entdeckungen zur Bibelstelle:

Die eingeladenen Gäste sind vorbereitet, sie hatten Zeit genug, sich darauf vorzubereiten und kennen den Gastgeber und seinen Sohn. Sie haben aber offensichtlich keine Beziehung zu ihm und daher auch keine Freude über die Einladung. Im Grunde scheint es sie nicht zu interessieren. 

Jesus erzählt das Gleichnis der religiösen Oberschicht – er hält ihnen einen Spiegel vor. 

Wir wissen, wie es sich anfühlt, wenn man jemanden eingeladen hat und derjenige nicht kommt: Irritation, Wut, Ärger und Verletzung werden spürbar. Wir können gut nachfühlen, wie es dem König geht, aber die ganze Stadt in Schutt und Asche zu legen, erleben wir als eine übertriebene Reaktion.

Der Evangelist hat die vermutlich die Zerstörung Jerusalems vor Augen. 

Es kann sein, dass am Eingang für alle Gäste von der Straße ein Hochzeitsgewand ausgeteilt wurde, d.h. alle hatten die Möglichkeit, dieses besondere Gewand anzuziehen. Vielleicht ist dieses besondere Gewand vielmehr als ein Ausdruck der Beziehung und der inneren Einstellung zu verstehen. Im Nachdenken fiel uns das Taufgewand ein und die Bibelstelle „Ihr habt Christus angezogen.“ Und so steht das Hochzeitsgewand für eine innere Einstellung, Haltung und Beziehung zu Gott. Es ist unsere Entscheidung. Wir haben die Möglichkeit, die Einladung Gottes ernst zu nehmen und wahrzunehmen. Wir alle sind gerufen, die Einladung zum Himmelreich zu begreifen und zu ergreifen. 

Für die zuerst eingeladenen Gäste war diese Einladung bedeutungslos und wertlos. Die Freude und das Feiern haben in ihrem Leben keinen Platz. Mit ihrem Fernbleiben haben sie sich selbst die Chance auf ein anderes – ein lebensbejahendes Miteinander genommen und auch das Heulen und Zähneknirschen sind so zu verstehen – als eine selbstgewählte Beziehungslosigkeit und völlige Isolation von allem, was uns leben lässt und lebendig macht. 

28. Sep, 2020

Bibel am Telefon mit Gabi, Irmi, Albert, Anni, Maria und Petra

Wir lesen zuerst nur das Gleichnis V 33-40 und hören sozusagen als eine*r in der Menge zu und achten auf unsere Emotionen.

Wut: Warum wartet der Besitzer des Weinberges so lange, warum unternimmt er nichts?

Trauer: wenn es um Haben ums Besitzen geht wird der Mensch oft zur Hyäne

Grantig: warum lässt der Besitzer das zu? Warum greift er nicht ein. Und warum schickt er dann den Sohn auch noch?

Enttäuscht: die Pächter kommen ihrer Aufgabe nicht nach – sie nützen die Gelegenheit und wollen besitzen.

Männer, die Macht haben, sind oft brutal und gleichzeitig sind sie in ihrem System gefangen.

Vieles ist uns anvertraut: zuerst einmal das Leben, die Talente und Fähigkeiten, die Erde

Wir sprechen über die ungerechte Verteilung, die Not der Menschen auf der Flucht, die Unfähigkeit zu teilen – erkennen die Grenzen unserer Möglichkeiten – das macht traurig und sprachlos – wir erinnern uns an Mose und sein Volk – ein Gott der das Unrecht sieht und die Klage hört – Mose wird berufen, das Volk in die Freiheit zu führen – Gott zeigt einen Weg – vielleicht kann uns das Gebet und das intensive Hören auf Gott helfen, einen Systemwandel zu unterstützen. 

Wenn das uns Anvertrautes Besitz wird, gibt es Gewinner und Verlierer – gibt es Mächtige – es entsteht ein lebensbehinderndes System.

Das Evangelium ist harte Kost. Die religiöse Oberschicht erkennt nicht das eigene Handeln. 

Entdeckungen: 

Die Grundmelodie des Lebens ist beschenkt werden und weiterschenken dürfen.

Mal bin ich Winzer*in, mal Magd/Knecht – geliehen ist mir Alles – durch mein „rackern“ entstehen Früchte, an denen ich mich und auch andere sich freuen dürfen.

Verpachtet ist alles – nur geliehen- zum Wohle aller ist es da – die große Versuchung des Habenwollens

Das Reich Gottes ist mitten unter euch – du musst es nur annehmen- es ist so schwer sich etwas geben zu lassen.

Es ist alles angelegt auf ein großes Miteinander – arbeiten-teilen-geben

PMU