die LIEBE zuerst

beachtenswert die HERZFORM der Blütenknospen...

 

 

5. Sonntag der Osterzeit 2019

Evangelium des Johannes 13, 31 - 35

Als Judas vom Mahl hinausgegangen war, sagte Jesus: 

31  Jetztist der Menschensohn verherrlicht

und Gott ist in ihm verherrlicht. 

32  Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, 

wird auch Gott ihn in sich verherrlichen und er wird ihn baldverherrlichen. 

33a Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. 

34  Ein neues Gebot gebe ich euch: 

Liebteinander!
Wie ich euch geliebt habe, 

so sollt auch ihr einander lieben. 

35  Daran werden alle erkennen, dass ihr meineJünger*innen seid:

wenn ihr einander liebt.

Einfach weiterdenken...

Die liturgische Leseordnung mutet uns einen sehr kurzen und kompakten Abschnitt zu. Für die Gemeinde des Johannes in einer fremden und vielfach bedrohlichen Umgebung geht es um die Ermutigung, dem Weg mit dem Christus-Jesus treu zu bleiben. Gleichzeitig wird auch die Möglichkeit der Verstrickung in die satanischen Gegenkräfte angesprochen. Judas Iskariot dient als Spiegel. 

Als Judas vom Mahl hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht.

Das Weggehen von Judas und die Verherrlichung von Jesus ereignen sich in einem Augenblick. Die Verirrung des Jüngers und die Vollendung von Jesus gehören zusammen. Zuvor – nach der Fußwaschung und beim Mahl – gab Jesus dem Judas ein Stück Brot. Während Judas das Brot isst fährt die satanisch-verwirrende Energie in ihn. Er wird vom Jünger zum Zweifler. Innerlich verwirrt findet er keinen anderen Ausweg als Jesus auszuliefern.

Das Evangelium versucht, den Verrat des Judas und die Vollendung von Jesus miteinander zu verbinden. Das Schicksal des Judas und das von Jesus bleiben für immer ineinander verwoben. Der Evangelist warnt seine Gemeinde vor den Möglichkeiten, in die satanische Wirkmacht zu gelangen. Gleichzeitig ermutigt er, dass niemand verloren gehen muss.

Was bedeutet das für mich persönlich? Welche Verstrickungsgeschichten in meinem Leben sollten noch integriert werden?

Was kann sich daraus für die kirchliche Seelsorge ergeben? 

Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander!
Wie 
ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander 
lieben. 

Die Liebe bleibt das Maß aller Dinge. Seelsorge beginnt mit „einander mögen“, mit „Respekt“ und Wertschätzung. Vielleicht müssten alle Normen der Kirchen mit dem „Sieb der Liebe“ überprüft werden. Oder fragen wir uns: „Stärkt das, was ich tue, die Liebe zueinander und untereinander?“

Ermutigung

 

 

4. Sonntag der Osterzeit 2019 (12. Mai)

Evangelium des Johannes 10, 27 – 30

 

In jener Zeit sprach Jesus: 

27  Meine Schafe hörenauf meine Stimme; 

ichkenne sie
und sie folgen mir. 

28  Ich gebe ihnen ewiges Leben.
Sie werden niemals zugrunde gehen
und niemand wird sie meiner Hand entreißen. 

29  Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle
und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. 

30  Ich und der Vatersind eins.

 

Einfach weiterdenken...

Die Gemeinde der Christen, für die das Evangelium des Johannes aufgeschrieben worden ist, lebt als Minderheit unter vielen Fremden. Es war nicht leicht, den Weg der Jesus-Jünger*innenschaft zu gehen. Unverständnis und Ablehnung gehörten zum Leben. Die Reden, die der Evangelist Johannes Jesus halten lässt, sollen die kleine Gemeinde ermutigen.

 

Welche Minderheiten brauchen aktuell Ermutigung?

Wie können durch Chist*innen Räume geschaffen werden, wo „Mutlose“ gestärkt werden?

 

Wozu das Evangelium ermutigt...

-       Auf Jesus hören und ihm vertrauen. Dadurch wächst „Zu-gehörig-sein“ zu Christus. Paulus ist überzeugt: „Wer zu Christus gehört wird ein neuer Mensch.“

-       „Ewiges Leben“ und „niemals zugrunde gehen“: Die Ewigkeit ist denkbar als ein raum-zeitloser Zustand, frei von den Schatten der Vergangenheit und den Sorgen um die Zukunft. Es gibt mitunter Momente, in denen wir ganz gegenwärtig sind. Versunken wie Kinder im Spiel. Ein Hauch von Ewigkeit.

-       „in der Hand GOTTES sein“: Jesus hat es erfahren. „GOTT-zugehörig“ war ER eins mit seinem Abba. So wurde er „durchgetragen“ in der eigenen Mutlosigkeit, in der Ausgrenzung und im „nicht-dazu-gehören“.

 

Zu wem gehöre ich dazu?

Kenne ich Momente von Ewigkeit?

Wie spür(t)e Ermutigung durch meine Christus-zugehörigkeit?