PALMSONNTAG 2020 ALTERNATIV

 

Krise – vielleicht Kandidat für das Wort des Jahres 2020.

Das Wort mit seiner griechischen Wurzel „krinein“ hat mehrere Bedeutungen:

scheiden – trennen – entscheiden – unterscheiden sind einige.

 

In Zeiten der Krise braucht es die Fähigkeit zu unterscheiden und zu entscheiden.

Aktuell entscheiden für das Leben in der Öffentlichkeit PolitikerInnen und Fachleute über Maßnahmen, die Leben retten können. Die meisten Leute tragen diese durch ihre eigene Entscheidung mit.

 

Um die Wende zum zweiten christlichen Jahrhundert brachte ein Bote einen Brief in eine Christengemeinde in Kleinasien.

Die Gemeinde war von außen durch Verfolgung bedrängt und von innen durch Überheblichkeit gefährdet. 

Einige Zeilen daraus:

Mach also Ernst und kehr um!

 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.

Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, werde ich eintreten und wir werden miteinander Mahl halten.

 

Was bedeutet der Palmsonntag in dieser Zeit der Krise?

Erinnern wir uns an das Wort des Mystikers Angelus Silesius für das Weihnachtsfest. Angewandt auf jetzt 

„Würde Jesus 1000 Mal in Jerusalem einziehen, aber nicht in unser Inneres, wären alle liturgischen Initiativen umsonst.“

 

 

Es geht darum, Christus Raum zu geben in unserem Inneren.

Denn ER steht vor deiner/meiner Tür und klopft an. Es liegt an dir/mir, ob sein Klopfen gehört wird. Denn sein Klopfen ist das der „Geringsten Brüder und Schwestern“. Täglich bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, solidarisch zu handeln. Fortlaufend langen Bitten um finanzielle Unterstützung für Notleidende ein durch Rotes Kreuz, Nachbar in Not, Caritas, Katholische Frauenbewegung, Amnesty, Unicef u.a. Wir können auch mit bescheidenen Beiträgen helfen, damit deren MitarbeiterInnen tätig werden können.

Oder klopft CHRISTUS an deine/meine Tür und erinnert dich/mich, jemanden anzurufen, andere in deine Segensbitten hineinzunehmen?

Mögen wir achtsam werden für das Klopfen des CHRISTUS. Mögen wir ihm Raum geben in unserem Inneren und durch Solidarität nach außen.

Das wünschen sich und dir Albert und Petra Maria.

lernen für die zeit danach

 

 

Quarantäne.

Isolation.

Ausgangssperre.

 

Wie werden wir damit zurechtkommen?

 

In Seniorenheimen, in denen das Coronavirus aufgetreten ist dürfen Bewohner*innen als Schutzmaßnahme ihre Zimmer nicht mehr verlassen. Kontakte mit Angehörigen oder SeelsorgerInnen sind nur telefonisch möglich.

 

Niemand weiß, wie lange die Corona-Epidemie dauern wird.

 

Sterbenskrank war er. Damals gab es kein Handy, um den Freund zu benachrichtigen.

Als er endlich eintraf war er schon vier Tage im Grab. Seine Schwestern und ihre Nachbarn machten dem Freund Vorwürfe, warum er nicht früher gekommen sei. Denn er hätte ihren Bruder heilen können, glaubten sie.

Da weinten sie alle; auch der Freund. Doch bei ihm regte sich auch Wut und Zorn. Er lief zum Grab und brüllte herzergreifend laut „Lazarus, kaum heraus aus dem Grab!“

 

Damals öffnete sich das tödliche Gefängnis und das Leben kehrte zurück.

Damals kamen viele zum Glauben, betont das Evangelium.

Sie hatten erfahren, dass GOTT den Tod besiegt.

 

Was werden wir in diesen schwierigen Zeiten erfahren?

Vielleicht Dankbarkeit, Achtsamkeit und neue Formen der Solidarität.

 

Bleiben wir miteinander verbunden und halten wir durch!

 

Das wünschen sich und Euch Albert du Petra Maria.