Welche Abgründe!

Videoinstallation vom Linzer Höhenrausch 2016 /Foto Albert Pichler

 

„Am Samstag hatte ein 32 Jahre alter Soldat Waffen aus einem Militärstützpunkt gestohlen und ein Blutbad angerichtet, dem über 30 Menschen zum Opfer gefallen sind.“

 

Diese Nachricht aus Thailand hat das Wochenende maßgeblich geprägt.

 

Wie entwickelt sich in einem Einzelnen soviel Energie zur wahllosen Auslöschung von anderen?

Und außerdem: Warum filmt der Täter sein Morden und stellt es ins Internet?

 

Rund um die Erde gibt es „Gesetze, die das Morden verbieten und unter Strafe stellen“. Sie können Leute oft nicht an Gewalt hindern.

 

Eine Weisung der Zehn Gebote Mose lautet „Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein.“

Jesus fügt hinzu „Wer seinem Mitmenschen auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein.“

Jesus sieht klar: Die Bereitschaft zum Töten beginnt mit dem Zorn in unserem Inneren.

Gesetze sind Leitplanken. Unser Denken lässt sich durch Gesetze nur sehr schwer regeln.

 

Deshalb Ermutigung des Evangeliums „Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass jemand etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst; dann komm und opfere deine Gabe.“

 

Versöhnung ist eine lebenslange Aufgabe.

 

Mögen wir immer wieder im Denken und Handeln Schritte der Versöhnung gehen.

 

Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria.

göttliches Erbgut...

 

 

Unterführungen auf Bahnhöfen sind manchmal düster und beängstigend. Doch mitunter trifft man auf erhellende Untergrundmalereien.

 

Düster und beängstigend zeigt sich die Welt. Zum Glück gibt es immer wieder Menschen, die aus ihrem „göttlichen Erbgut“ heraus handeln.

 

Beispielhaft zu sehen in dem Film „Lauf Junge, lauf.“

Der 2013 geschaffene Streifen erinnert an die Flucht eines jüdischen Buben vor den deutschen Soldaten aus dem Warschauer Ghetto. Zu seinem Glück fand er immer wieder Unterschlupf bei Leuten, die auf die Stimme ihres Herzens hörten. Menschen, die im Sinne des Evangeliums „Licht der Welt“ waren.

 

Erinnern wir uns, dass im Verständnis des Evangeliums allen „das göttliche Erbgut Liebe“ innewohnt.

 

Möge es in uns selber nicht ausgelöscht oder verschüttet werden!

 

Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria.

 

Augenzeugen...

 

 

Täglich können wir aufgrund der digitalen Vernetzung Augenzeugen des Schreckens sein.

 

Diese Woche begann mit dem Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau.

Hochbetagte Augenzeugen des Schreckens und bis heute Überlebende kamen zu Wort.

Einige erzählten ohne Manuskript. Sie verließen sich auf die Sprache des Herzens.

Beeindruckend ihre Gesichter. Bleibend die Mahnung „Seid nicht gleichgültig!“

 

Von Augenzeugen erzählt uns das Evangelium. Ein Mann und eine Frau, beide hochbetagt, wurden Augenzeugen im Tempel. Der eine spürte die Erfüllung seines Wartens auf den Trost in trister Zeit.

Der anderen ging der Mund über, denn ihr Herz war voll von Dankbarkeit. 

Sie durften Augenzeugen des Lichts sein.

 

Ausgelöst durch das Kind Jesus, das Maria und Josef hinauf nach Jerusalem brachten.

 

Augenzeugen des Lichts können auch wir werden. Mit offenen Augen dem Leben und den Mitmenschen begegnen.

Dann kann uns wie Simeon und Hanna ein Licht aufgehen.

 

Mögen wir es erfahren!

 

Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria.