ICH und JUDAS

Bild von Albert Pichler 2017

 

 

Das Leben spielt manchmal verrückt!

Menschen begegnen einander. Sympathie ergreift sie füreinander. Ist es Liebe? Schneller als gedacht können Schicksale von Menschen einander in eine Ausweglosigkeit führen. Um Wege aus dem Dickicht zu finden braucht es Hilfe. Wer allein bleibt versinkt in der Verzweiflung.

Exemplarisch sichtbar ist das bei Judas. Er ist Jünger, Verräter und Verzweifelter zugleich.

In der Kathedrale von Vezelay gibt es ein Säulenkapitel, das den erhängten Judas zeigt, der von einem Mann weggetragen wird. Vielfach wird dies als „Jesus, der gute Hirte, trägt Judas“ gedeutet. Außerdem bekam Judas im Altarraum einen Platz. Eine von den zwölf Apostelsäulen ist eckig. Judas ist anders, aber er gehört dazu.

Judas kann sich in jedem Menschen ereignen. Ich selber kann Liebende*r, Verräter*in und Verzweifelte*r werden.

Doch hoffen darf auch ich, von Christus getragen zu werden mit meiner ganzen ungeschminkten Lebensgeschichte. 

Möge es uns zuteilwerden!

Das wünschen sich und dir Albert und Petra Maria.

 

dazugehören

 

 

Erinnerungen an die Kindheit...

Beim Neujahrwünschen fragten uns viele Leute „Zu wem gehörst denn du?“

 

Ähnliches bringt David Wight ins Wort mit

„Es interessiert mich nicht, ob es einen Gott

oder mehrere Götter gibt.

Ich will wissen, ob du dazugehörst oder dich
verlassen fühlst.


Ob du Verzweiflung verstehen kannst oder sie bei anderen siehst.“

 

„dazu-gehören“ steht für „leben“

 

Aktuell gibt es im politischen Wettstreit starke Tendenzen, Räume des „dazu-Gehörens“ einzuengen.

Die Europawahlen nutzen etliche Parteien, die eigene Nation auf Kosten des großen Euro-Raumes zu stärken und damit Räume kleiner zu machen wo Menschen dazugehören möchten, um ein gutes Leben zu finden.

Das Evangelium versteht „glauben“ als „zu Christus gehören“. Mit IHM lässt sich Leben finden und Ausgrenzung überwinden.

Mögen wir einander behilflich sein, „dazu-gehören“ zu können.

 

Das möchten mit Euch zusammen im Auge behalten Albert und Petra Maria.